Das Abenteuer der Monte Tamaro SA begann in den 1960er-Jahren mit Egidio Cattaneos kühner Vision, Skifahren ins sonnige Sottoceneri zu bringen. Mit dem Bau der Autobahn A2 und der Unterstützung von 249 Volksaktionären nahm die Idee Gestalt an. 1972 wurde der Traum Wirklichkeit: Eine hochmoderne Gondelbahn, ausgestattet mit dem innovativen Carlevaro-Klemmsystem und 130 farbenfrohen Kabinen, beförderte die ersten Skifahrer auf die Alpe Foppa und läutete eine lange Reihe äusserst erfolgreicher Wintersaisons ein.
In den 80er-Jahren fiel jedoch immer weniger Schnee. Nachdem die Idee der künstlichen Beschneiung verworfen worden war, lernte der Berg, auf die Natur zu hören und sich neu zu erfinden. Anstelle von Skifahrern prägten nun Wanderer und Mountainbiker das Bild. Die endgültige Fokussierung auf den Sommerbetrieb erfolgte in den 90er-Jahren mit der Einweihung der Kirche Santa Maria degli Angeli. Dieses Meisterwerk des Architekten Mario Botta machte den Gipfel zu einem einzigartigen Ausflugsziel.
Das Jahr 2003 markierte den mutigen Abschied vom Skisport. Der Monte Tamaro feierte seine Wiedergeburt als Freizeit- und Kulturzentrum: Der Seilpark (der erste südlich der Alpen), die Rodelbahn und die adrenalinreiche Tyrolienne wurden eröffnet. Die Alpe Foppa verwandelte sich nach und nach in ein Freilichtmuseum, das permanente Skulpturen und prestigeträchtige Biennalen mit Künstlern wie Ivo Soldini und Riccardo Cordero beherbergt.
Aufbauend auf diesem reichen Erbe befindet sich das Unternehmen heute in der Ära Monte Tamaro 3.0. Mit der Eröffnung der neuen, nachhaltigen und barrierefreien Anlage im Jahr 2025 ist der Blick nun fest in die Zukunft gerichtet.
Die 60er Jahre
1960
Erste Inspektion für das Projekt zur Aufwertung des Tamaro-Gebiets. Beginn der Verhandlungen mit der Gemeindeverwaltung und dem Patriziat von Rivera.
1961
Der genaue Standort der drei Haltestellen wird festgelegt: Tal-, Berg- und Mittelstation.
1962
Das erste Gesuch wird in Bern eingereicht. Es folgen Vor-Ort-Besuche durch die zuständigen Experten des Bundes.
1964
Erlangung der ersten Bundeskonzession für den Bau der Seilbahn Rivera – Alpe Foppa.
1965
Erste technische Studien und die Pläne für die Seilbahn nehmen Gestalt an. Für den Skilift werden zwei führende Skilehrer der Skischule St. Moritz konsultiert, welche die Schneeverhältnisse im geplanten Gebiet als ausgezeichnet beurteilen. Die Kommission für den Schutz der Naturschönheiten und der Landschaft gibt ihre Zustimmung zum Projekt.
1966
Die MONTE TAMARO SA wurde unter dem ursprünglichen Firmennamen FUNIVIA RIVERA – ALPE FOPPA SA auf Initiative der CITY CARBUROIL SA gegründet, die das Potenzial für eine Steigerung des Fremdenverkehrs erkannte, der auch Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten
für die örtliche Bevölkerung bieten würde.
Die 70er Jahre
1970
Der Verwaltungsrat der MONTE TAMARO SA unter dem Vorsitz des Direktors Egidio Cattaneo (1925-2002), dem ersten und enthusiastischsten Befürworter der Entwicklung des Tamaro, beschloss, in die eigentliche Umsetzungsphase der erforderlichen Anlagen überzugehen. 249 Personen beteiligen sich als Volksaktionäre an der Finanzierung der Anlagen und zeigen damit ihr Vertrauen in das Projekt.
1971
Im Mai begannen die Arbeiten an der Seilbahn Rivera – Alpe Foppa, die trotz des Einsatzes von Hubschraubern und einer Strasse auf einige Schwierigkeiten stiessen.
1972
Dank des grossen Engagements der Verantwortlichen und Ausführenden kann die MONTE TAMARO SA ihre Eröffnung bekannt geben und somit der Öffentlichkeit den Zugang zur Alpe Foppa ermöglichen, die mit einem Restaurant und einem Skilift ausgestattet ist. Am 26. Dezember 1972 erhielt sie die eidgenössische Betriebsbewilligung.
1973
Am 24. Juni 1973 findet die Traversata del Tamaro (Tamaroüberquerung) statt, ein von der Monte Tamaro SA in Zusammenarbeit mit der City Carburoil organisierter Lauf für Bergsteigern. Es gibt zwei Kategorien des Rennens, eine mit Start in Astano und die andere mit Start in Monte Lema. Der älteste Teilnehmer war 90 Jahre alt.
Die 80er - 90er Jahre
1980er
Die Winter werden unsicherer und die notwendige Schneedecke ist nicht mehr gewährleistet, so dass die finanziellen Erträge, die für den Betrieb des Unternehmens unerlässlich sind, unsicher werden. Ein Projekt für künstliche Beschneiungsanlagen wurde ausgearbeitet, aber aufgrund des starken Widerstands von Umweltschützern und Verbänden wieder aufgegeben. Ab Mitte der 1980er Jahre beginnt auch die Entwicklung der Sommersaison.
1985
Installation der Bronzestatue der „Madonna con Bambino“ des Bildhauers Antonio Danzi aus Viggiù.
1994
Renovierung der Gondelbahn.
1996
Der Bau der von dem weltberühmten Architekten Mario Botta entworfenen Kirche Santa Maria degli Angeli wird abgeschlossen. Ab diesem Jahr gewinnt die Sommersaison aus Sicht des Personenverkehrs an Bedeutung.
Vom Winter zum Sommer
2003
Die Anlage wurde komplett umfunktioniert, so dass sie nur von April bis November dauerhaft geöffnet sein soll.
Organisation der Mountainbike Weltmeisterschaften.
2004
In der Saison 2004 wird der Seilpark an der Mittelstation der Gondelbahn eingeweiht. Es ist der erste Seilpark im Kanton Tessin.
2005
Als Neuheit in dieser Sommersaison wurde die Rodelbahn in der Nähe der Bergstation der Gondelbahn beim Alpe Foppa installiert.
2006
Aufstellung der Skulptur des Künstlers Luca Marcionelli “Il Guardiano del Tempio”.
2007
Einweihung der 440 Meter langen Tyrolienne auf der Alpe Foppa mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h.
2008
Der “Cubo Sospeso” der Bildhauerin Jaya Schürch wird platziert.
2012
Erneuerung der Betriebskonzession.
2018
Erste Ausgabe von „Una montagna d’arte“, einer Initiative der Monte Tamaro SA und der Stiftung Egidio und Mariangela Cattaneo, mit der zweijährigen Ausstellung des Tessiner Künstlers Ivo Soldini auf der Alpe Foppa. Zum Abschluss der Biennale wurde eine Statue in den Kunstweg integriert.
2020
Während des Winters wird der Innenbereich des Restaurants Alpe Foppa unter Berücksichtigung der Umwelt renoviert: natürliche Materialien, Wiederverwendung von vorhandenem Material, wo immer möglich, und lokale Designer und Arbeiter.
2021
Die zweite biennale Ausstellung mit dem international bekannten italienischen Künstler Riccardo Cordero wird eröffnet.